Staatstheorien
seit dem 16. Jahrhundert
8.1 Zeitalter der Revolutionen - Staatstheorien
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Begründung des Gottesgnadentums durch
Jean Bodin (1529-1596)
Gott
setzt ein
König
• regiert
• erlässt Gesetze
• richtet
Untertanen
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Der Gesellschaftsvertrag bei Thomas Hobbes (1588-1679)
Quelle: Leviathan von Thomas
8.1 Zeitalter1651
der Revolutionen
- Staatstheorien
Hobbes,
(Wikimedia
Commons)
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Der Gesellschaftsvertrag bei Thomas Hobbes (1588-1679)
„Im Naturzustand lebten die Menschen ohne Gesetz und ohne Staat und
aufgrund des Naturrechts konnte jeder alles beanspruchen. Es herrschte
Chaos; die Menschen führten einen „Krieg aller gegen alle“ (bellum omnium contra omnes), in dem der Mensch dem Menschen Wolf ist (homo
homini lupus est), wie das schon Plautus lehrte.
Die Gründe hierfür waren einerseits Wettstreben und Ruhmsucht – Leidenschaften, die der grundsätzlich boshaften Veranlagung des Menschen
entspringen. Sie scheuten keine Gewalt, sich Weib, Kind und Vieh eines
anderen zu unterwerfen, das Geraubte zu verteidigen, sich zu rächen für
Belanglosigkeiten wie ein Wort, ein Lächeln, einen Widerspruch oder
irgendein anderes Zeichen der Geringschätzung.
Diesem Zustand erwächst die Notwendigkeit für eine übergeordnete, allmächtige Instanz, die Sicherheit und Schutz bietet. Durch einen Gesellschaftsvertrag übertragen alle Menschen unwiderruflich alle Macht und
insbesondere ihr Selbstbestimmungs- und Selbstverteidigungsrecht einem
Einzigen [...] oder aber einer Versammlung, in der durch Abstimmung der
Wille aller zu einem gemeinsamen Willen vereinigt wird.“
Quelle: Leviathan von Thomas Hobbes, 1651
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Der Gesellschaftsvertrag bei Thomas Hobbes (1588-1679)
König
setzt ein
• regi ert
• rich tet
Gesellschaftsvertrag
(„homo homini lupus“)
• er lässt
Ge setze
schlie ßen ab
Untertanen
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Die Weiterentwicklung bei John Locke (1632-1704)
Kapitel 18: Tyrannei
§ 202. „Überall, wo das Gesetz endet, beginnt Tyrannei, wenn das
Gesetz zum Schaden eines anderen überschritten wird. Und jeder,
der in seiner Autorität über die ihm gesetzlich eingeräumte Macht
hinausgeht und von der Gewalt, über die er verfügt, Gebrauch
macht, den Untertanen etwas aufzuzwingen, was das Gesetz nicht
erlaubt, hört damit auf, Obrigkeit zu sein. Er handelt ohne Autorität,
und man darf ihm Widerstand leisten wie jedem anderen Menschen,
der gewaltsam in das Recht eines anderen eingreift.“
Quelle: John Locke (1632-1704): Zwei Abhandlungen von der Regierung (1690).
Hrsg. und eingeleitet von Walter Euchner, Frankfurt am Main 1977
Arbeitsauftrag:
Nenne die entscheidende Neuerung gegenüber der Lehre
von Th. Hobbes
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Der Gesellschaftsvertrag bei Thomas Hobbes (1588-1679)
und dessen Weiterentwicklung bei John Locke (1632-1704)
König
setzt ein
• regi ert
• rich tet
Gesellschaftsvertrag
(„homo homini lupus“)
• er lässt
Ge setze
Bei Nichteinhaltung
 Widerstandsrecht
schlie ßen ab
Untertanen
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Die Gewaltenteilung bei
Charles de Montesquieu (1689-1755)
Kontrolle
König
Regierung:
Parlament:
Gerichte:
Exekutive
Legislative
Judikative
regiert
erlässt Gesetze
richtet
wählen
Souveräne Staatsbürger
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Gruppenarbeit: Unterrichtsspiel
Arbeitsauftrag
Wählt in der Gruppe eine der besprochenen Staatstheorien aus und
schreibt ein Drehbuch zu einer der folgenden Szenen:
1. Absolutismus
Die Staatskasse ist leer. Durch eine neue Steuer will der König wieder zu Geld
kommen, um weiterhin seine aufwändige Hofhaltung zu finanzieren, um ein Heer
aufzustellen und auszurüsten...
2. Gesellschaftsvertrag
Die Untertanen setzen einen König ein. Dieser schafft es während seiner Herrschaft nicht, einen der Adeligen davon abzuhalten, seine Untertanen auszubeuten...
3. Gewaltenteilung
Die Exekutive hat kein Geld mehr, um dringend nötige Armenhäuser zu bauen.
Die Legislative erlässt ein neues Steuergesetz (Besteuerung von Adel und Klerus).
Der Adel will keine Steuern zahlen...
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